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Archiv Sämtliche Ausgaben seit 1992

Im Archiv finden Sie alle Beiträge, die seit 2010 auf der Online Plattform leseforum.ch erschienen sind. Zugänglich sind auch die jährlichen Bulletins, die der Verein Leseforum Schweiz von 1992 bis 2006 in gedruckter Form publiziert hatte.


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Interkulturelle Bibliotheken

Seit zwei Jahrzehnten gibt es in der Schweiz eine wachsende Zahl von Bibliotheken, die von eingewanderten Menschen aus der ganzen Welt, Schweizerinnen und Schweizern kooperativ und zumeist ehrenamtlich geführt werden. Diese mittlerweile zwanzig Interkulturellen Bibliotheken leisten Pionierarbeit: Hier finden Migrantinnen und Migranten Bücher in ihren Herkunftssprachen, die Bibliotheken sind Anlaufstelle, Aufenthaltsort, bieten Räume zum Mitgestalten und Zugänge zur alten und neuen Heimatkultur. Trotz ihrer breiten Bildungs- und Integrationsleistungen sind diese Bibliotheken unzureichend verankert und finanziert. Mehr

  • Fokusartikel 20 Jahre interkulturelle Bibliotheken Schweiz von Helene Schär
    Seit über 20 Jahren gibt es in der Schweiz interkulturelle Bibliotheken. Mit ihrem Angebot richten sie sich an Menschen mit anderer Herkunftssprache als unseren Landessprachen. In den meisten interkulturellen Bibliotheken sind Menschen mit Migrationshintergrud tätig und viele arbeiten ehrenamtlich. Sie bringen ihr Sprachwissen und Kenntnisse über ihren Kulturraum ein und schaffen mit Schweizerinnen und Schweizern zusammen eine Atmosphäre von gegenseitigem Respekt und Austausch. Der Dachverein Bücher ohne Grenzen Schweiz vertritt die interkulturellen Bibliotheken nach aussen und bemüht sich um die Realisierung gemeinsamer Projekte, um eine stärkere Vernetzung, auch mit anderen Bibliotheken und Institutionen, um grössere Bekanntheit und Akzeptanz. Weiterlesen im PDF (DE)
  • Fokusartikel Bibliothekslandschaft Schweiz – interkulturell vernetzt von Ruth Fassbind-Eigenheer
    In der Schweiz mit ihren rund 22 % Migrantinnen und Migranten kommt den öffentlichen Bibliotheken, den rund 1000 Stadt- und Gemeindebibliotheken, eine wichtige Funktion im Bereich der Integration zu. Bibliotheken, die zu den am meisten frequentierten öffentlich zugänglichen Institutionen gehören, haben die Aufgabe, entsprechende Angebote zu machen und sich in ihrem Umfeld interkulturell zu vernetzen. Zum Bestand einer interkulturell tätigen Bibliothek gehören Bücher und weitere Medien in Fremdsprachen, zwei- und mehrsprachige Texte (v.a. Bilderbücher), einfache Texte in der im Umfeld gesprochenen Landes-sprache sowie Sprachlehrkurse. Informationen für ausländische Bevölkerungskreise sollen Migrantinnen und Migranten helfen, sich in einer ihnen fremden Umgebung zurechtzufinden. Spezielle Veranstaltungen, auch in verschiedenen Sprachen, sollen zeigen, dass alle Sprachen  und mit ihnen alle Menschen, die diese Sprachen sprechen!  in der Bibliothek willkommen sind. Unterstützt werden interessierte Bibliotheken von zwei Institutionen, die beide über ein grosses Reservoir an Beständen, aber auch über viel Fachwissen verfügen: Bibliomedia Schweiz und der Verein Interbiblio (vormals: VBOGS). Bibliomedia als «Bibliothek der Bibliotheken» leiht öffentlichen Bibliotheken, Schulbibliotheken, Schulklassen und weiteren Institutionen Bücher in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Albanisch, Kroatisch, Serbisch, Türkisch und Tamilisch sowie einen grossen Be-stand an zweisprachigen Bilderbüchern aus. Zudem kann auf grosse Bestände an Büchern mit einfachen Texten (Easy Reader, Lesetipp) zurückgegriffen werden. Auf der Webseite (http://www.bibliomedia.ch > Angebote für Bibliotheken: Fremdsprachen/Werkzeugkasten Multikulturalität) finden sich modulartig ab-rufbare Begrüssungstexte mit integrierter Benutzungsordnung in 20 Sprachen sowie Links auf Geschichten in vielen Sprachen. Die 20 Bibliotheken des Vereins Interbiblio bieten Migrantinnen und Migranten einen Bestand in über 250 Sprachen an, der direkt vor Ort ausgeliehen werden kann. Zudem beliefern die grösseren interkulturellen Bibliotheken auch Gemeindebibliotheken mit Kollektionen zur Ausleihe. Damit steht in der Schweiz für ein interkulturelles Bibliotheksnetz ein einmaliges Angebot an Materialien und Wissen zur Verfügung, um das die umliegenden europäischen Länder uns beneiden. Fachleute aus öffentlichen Bibliotheken sowie Interbiblio-Bibliotheken bringen ihr Wissen im Projekt «Mondomedia» ein. Da in der Deutschschweiz der Bedarf an interkulturellen Bibliotheksangeboten gross ist und durch die zwölf Interbiblio-Bibliotheken nicht befriedigt werden kann, entwickelten Bibliomedia, der Verein Interbiblio sowie der Kinderbuchfonds Baobab mit «Mondomedia» ein Kursprogramm, das Personal in Gemeindebibliotheken für die interkulturelle Bibliotheksarbeit sensibilisieren soll. Ziel ist es, dass überall dort, wo solche Angebote nötig sind, Bibliotheken sich öffnen und die Kultur- und Sprachenvielfalt bei sich willkommen heissen. Weiterlesen im PDF (DE)
  • Weitere Artikel Peer Assisted Learning in der Lesedidaktik am Beispiel Lesestrategie-Trainings Teil 2 von Maik Philipp
    Kooperatives Lernen im Bereich Lesestrategien birgt viele Chancen, ist aber zugleich ein anspruchsvolles Unterfangen. Nach einer Systemati-sierung verschiedener Verfahren im Leseforum 3/2010 hat dieser Bei-trag einen anderen Fokus. Er geht auf die Rolle der Lehrkraft ein. Dazu beschreibt er zunächst, wie Lehrkräfte in Studien mit der Methode des Reziproken Lehrens umgegangen sind. Im Anschluss daran stellt er vier verschiedene Anforderungen dar, die das Peer Assisted Learning an Lehrkräfte stellt. Weiterlesen im PDF (DE)
  • Weitere Artikel Übersetzung von Kinderbüchern im schulischen Kontext von Béatrice Brauchli, Carole-Anne Deschoux
    Die Auseinandersetzung mit zweisprachigen Kinderbücher in der Schule eröffnet Raum für überraschende kulturelle und sprachliche Begegnungen. Das versucht der Text von C.-A. Deschoux und B. Brauchli aufzuzeigen. Die beiden Autorinnen analysieren die Übersetzung eines ursprünglich französisch verfassten Buchs und diskutieren die sprachlichen und textuellen Lösungen im Vergleich mit dem Ausgangstext. Dabei werden die Optionen  des Textverstehens für die Leserin oder den Leser thematisiert und interessante Perspektiven für textbezogene Interaktionen im Unterricht entwickelt. Weiterlesen im PDF (FR)
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