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Archiv Sämtliche Ausgaben seit 1992

Im Archiv finden Sie alle Beiträge, die seit 2010 auf der Online Plattform leseforum.ch erschienen sind. Zugänglich sind auch die jährlichen Bulletins, die der Verein Leseforum Schweiz von 1992 bis 2006 in gedruckter Form publiziert hatte.


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Aus- und Weiterbildung der VermittlerInnen von Literalität

Die aktuelle Forschung im Bereich des literalen Lernens geht von einem lebenslangen Sozialisations- und Lernprozess aus, der bereits lange vor Schuleintritt beginnt und sich über die vorschulische und schulische Ausbildung, Berufsausbildung, Studium und Berufspraxis bis ins hohe Lebensalter fortsetzt. Da sich literale Kompetenzen nicht von selbst entwickeln, richtet sich der Blick dieser Ausgabe weniger auf die Lernenden, sondern vielmehr auf die Lehrenden von Literalität in Kindergarten, Schule und Hochschule, auf deren individuelle Konzepte von Literalität und die Frage, wie Lehrpersonen diese weiterentwickeln, professionalisieren und dem aktuellen Konzept von Literalität anpassen können. Mehr

  • Fokusartikel «Es fehlen Gefühle und Details in der Geschichte» – Wissen und Überzeugungen von Lehrpersonen in der Domäne Schreiben von Afra Sturm, Nadja Lindauer, Tim Sommer

    Der Expertise von Lehrpersonen kommt ein hohes Gewicht mit Blick auf die Gestaltung des Unterrichts zu, sowohl bezogen auf das Professionswissen als auch auf Überzeugungen. Über die schreibbezogene Expertise ist im Vergleich zu anderen didaktischen Domänen wenig bekannt. Im Rahmen des SNF-Projekts «Novizinnen und Novizen im Schreibunterricht» wird eine Konzipierung des Professionswissens vorgeschlagen, die sich zwar an mathematikdidaktische Überlegungen anlehnt, dabei aber Modifikationen vornimmt, indem die schreibdidaktisch relevanten Besonderheiten berücksichtigt werden.
    Die Hauptergebnisse zeigen, dass Lehrpersonen der Primarstufe am Ende ihrer Ausbildung über eher geringes Professionswissen verfügen und dass dieses im Verlauf des ersten Berufsjahrs nicht zunimmt. Hinsichtlich der Überzeugungen zeigen sie hohe Selbstwirksamkeitserwartungen sowohl in Bezug auf ihre eigenen Schreibfähigkeiten wie auch in Bezug auf ihre Fähigkeit, Schreiben zu unterrichten. Diese Überzeugungen nehmen nach dem ersten Berufsjahr nicht ab, das heisst, hier zeigt sich der vielfach angenommene ‹Praxisschock› nicht.

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  • Fokusartikel Erlebte Bücher: Ein Projekt zur Fortbildung von Fachkräften in der Frühpädagogik zur Buchauswahl und Sprachförderung mit Bilderbüchern von Christiane Hofbauer, Robert Jurleta, Sarah Girlich

    Die dialogische Bilderbuchbetrachtung ist eine der wichtigsten Umsetzungsmöglichkeiten zum sprachförderlichen Arbeiten im Kita-Alltag. Oft lassen ungünstige Rahmenbedingungen ein effektives, gezieltes Einsetzen dieser Aktivität nicht zu. Sprachliche Bildung und sprachliche Förderung liegen im Aufgabenbereich pädagogischer Fachkräfte, hierzu müssen diese jedoch Wissen und Kompetenzen erwerben, die die Umsetzung dieser Aufgabe mit den gegebenen Rahmenbedingungen ermöglichen. Im vorliegenden Artikel wird ein Projekt beschrieben, das pädagogische Fachkräfte unterstützen sollte, mit Hilfe von Bilder- und Kinderbüchern sprachförderliche Aktivitäten in den vorhandenen Rahmenbedingungen umzusetzen. Wichtig für die Teams der Kindertageseinrichtungen ist eine praxisnahe und -relevante Vermittlung der Inhalte sowie die Umsetzung in sprachlich heterogenen (Groß-)Gruppen. Im Rahmen einer Fortbildung haben sich die Teilnehmer/-innen im theoretischen Teil mit den Begrifflichkeiten und Fachwissen um Literacy und dialogische Bilderbuchbetrachtung sowie Kriterien der Buchauswahl und Situationsgestaltung auseinandergesetzt, und in einem praktischen Teil verschiedene Methoden und Umsetzungsmöglichkeiten der Beschäftigung mit Büchern erarbeitet und erprobt. Darauf basierend wurde eine Handreichung erstellt, die die erarbeiteten und vermittelten Inhalte aufgreift und weiteren pädagogischen Fachkräften zur Verfügung steht.

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  • Fokusartikel WRITE here! WRITE now! Curriculare Überlegungen hinsichtlich der systematischen, evidenzbasierten Schreibförderung als (mögliche) Grundlage der Aus- und Weiterbildung der Vermittlerinnen und Vermittler von Literalität von Maik Philipp

    Wie Schüler/innen im Lesen gezielt unterstützt werden können, stellt nicht nur ein Anliegen des Sprachunterrichtes, sondern auch des Fachunterrichtes dar. Der vorliegende Beitrag hinterfragt, ob die Textkohäsion (temporale Kohäsionsmarker) Schüler/innen beim Lesen unterstützt und wie sie wahrgenommen wird. 57 Probanden wurden zu einem Vergleich eines mehr und eines wenig kohäsiven Sachtextes aufgefordert. Außerdem wurde ihr Textverstehen mit einer Sortieraufgabe erhoben. Die Studie zeigt, dass die Wahrnehmung von Textkohäsion textoberflächenbezogen ist. Eine funktionale Deutung der Marker und ihre fachsprachliche Benennung wird weniger realisiert. Zudem zeigt sich zwar kein Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung der temporalen Kohäsionsmarker und der Sortierleistung; es gibt jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Vorwissen über temporale Kohäsionsmarker und der Sortierleistung. Die Befunde bieten Ansatzpunkte für die Gestaltung von Unterrichtstexten und einen systematischen Sprachunterricht.

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  • Aus der Praxis Ausbildung von Lehrpersonen in Fremdsprachen-Lesedidaktik: Ausbildungsdispositive – Integration von Forschung und Entwicklung von Marianne Jacquin, Bettina Imgrund, Gabriela Ochsner Jannibelli, Marie-Aline Hornung

    Der Beitrag behandelt, ausgehend vom Beispiel der Lesedidaktik, einige Herausforderungen im Rahmen der Grundausbildung künftiger Fremdsprachen-Lehrpersonen auf der Sekundarstufe I und II. Wie kann man ihre Experimentierlust und ihre Fähigkeit fördern, den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu unterschiedlichen Textsorten in der Fremdsprache zu erleichtern? Welche Ausbildungstools regen die Studierenden dabei zu vertieften didaktischen Reflexionen an? Über welche Lesemodelle verfügt die Forschung und welches ist ihr Potential für die Konzeption eines Ausbildungs-/Unterrichtsdispositivs? Die Autoren verweisen auf einige mögliche Antworten auf diese Frage und beschreiben Ausbildungsmodule von drei Schweizer Bildungsanstalten. Der Artikel schliesst mit dem Aufzeigen möglicher Wege für Bildung und Forschung.

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  • Aus der Praxis Ausbildung zu Kulturvermittler/in für Kinder- und Jugendbücher und Lesen von Frédérique Böhi, Brigitte Praplan, Bianca Zanini

    Der Beitrag präsentiert zwei praktische Projekte im Bereich des Buchstarts, der frühen Leseförderung und der Kinder- und Jugendliteratur in einer kulturellen und sozialen Perspektive. Das erste Projekt richtet sich an fremdsprachige Familien mit ihren Kindern im Vorschulalter (0 bis 5 Jahre); das zweite an Harmos-Schülerinnen und -schüler 1 bis 8, von 4 bis 13 Jahren und ihre Lehrpersonen. Die beiden Projekte werden von Mediatorinnen/Animatorinnen mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund durchgeführt. Sie werden aufgrund ihrer Beziehung zum Lesen und ihrer Motivation, das Lesevergnügen der Kinder und Jugendlichen zu wecken oder zu stärken, ausgewählt.
    Ziel ist es, die Kompetenzen der Mediatorinnen und Mediatoren /Animatorinnen und Animatoren zu fördern und die Ausbildungsdispositive und -inhalte vorzustellen.

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  • Aus der Praxis Ein Bildungsexperiment rund um ein Kinderbuch in einer Institution für frühkindliche Erziehung von Glaïs Sales Cordeiro, Birgit Mann Hernot, Mercedes Florez Correa, Karine Sautreuil

    Der Beitrag schildert ein Bildungsexperiment im Rahmen des Workshop-Zyklus Regards croisés sur la petite enfance. Das Experiment wurde in den Espaces de vie enfantine (EVE) der Universität Genf mit zwei Gruppen von Kindern im Alter von 3-4 Jahren durchgeführt. Vorgestellt wird eine auf das Lesen und Verstehen eines Bilderbuches ausgerichtete Sequenz von Aktivitäten. Sie wurde in Zusammenarbeit mit einer Forscherin, einer pädagogischen Begleiterin und zwei Kindergärtnerinnen durchgeführt. Die Analyse der Umsetzung der beiden Aktivitäten der Sequenz sollte zur Diskussion führen, was das Experiment im Zusammenhang mit den verschiedenen betroffenen Akteuren gebracht hatte.

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