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Archiv Sämtliche Ausgaben seit 1992

Im Archiv finden Sie alle Beiträge, die seit 2010 auf der Online Plattform leseforum.ch erschienen sind. Zugänglich sind auch die jährlichen Bulletins, die der Verein Leseforum Schweiz von 1992 bis 2006 in gedruckter Form publiziert hatte.


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Literalität zwischen Didaktik und Bildungsmonitoring

Im Kontext ihrer aktuellen öffentlichen Wahrnehmung haben die internationalen Vergleichsstudien sowie die Harmonisierung des öffentlichen Schulsystems in den vergangenen Jahren grosse Veränderungen im Hinblickauf die Steuerung des Bildungssystems mit sich gebracht. Einerseits haben die Schulen heute mehr Verantwortung im Bereich der Curriculum- und Unterrichtsentwicklung, anderseits müssen sie hier gleichzeitig mehr Transparenz zeigen und Rechenschaft ablegen. Diese Anforderungen beinhalten somit die Leistungsmessung von Schülerinnen und Schülern anhand diverser Kompetenzmassstäbe, die jeweils als Indikatoren für die Effizienz und Effektivität von Schule angesehen werden. So sind wir heute einer Zunahme an Messverfahren ausgesetzt : PISA-Studien, nationale Referenztests, kantonale Tests – und nicht zu vergessen die täglichen Tests und Prüfungen einzelner Lehrpersonen. Mehr

  • Fokusartikel |  aus der Wissenschaft PISA und Lehrerbildung? – eine literaturdidaktische Sichtung von Dorothee Wieser

    Der Beitrag nimmt aus einer literaturdidaktischen Perspektive Entwicklungen in den Blick, die im Zusammenhang mit der Kompetenz- und Outputorientierung in Folge der PISA-Studien stehen. Dabei liegt der Fokus zum einen auf der Diskussion um Lernaufgaben und insbesondere auf der Frage, welche Anforderungen an eine didaktische Analyse literarischer Texte zu stellen sind. Zum anderen werden Fragen der Wissensvermittlung im Literaturunterricht diskutiert. Es wird versucht, zentrale Linien des entsprechenden literaturdidaktischen Diskurses nachzuzeichnen. In diesem Zusammenhang sollen die sichtbar werdenden Herausforderungen für Lehrende und die damit verbundenen Konsequenzen für die Lehrerbildung thematisiert werden.

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  • Fokusartikel |  aus der Wissenschaft Kompetenzorientierung im Leseverstehensunterricht – Verknüpfung von Diagnose und Förderung in Lernstand 5 von Ute Fischer, Georg Merz, Sonja Wagner

    Vorgestellt wird ein Verfahren, das seit dem Schuljahr 2015/16 in Baden-Württemberg bei der Diagnose und Förderung des Leseverständnisses in 5. Klassen der weiterführenden Schulen zum Einsatz kommt. Dieses Verfahren, Lernstand 5 genannt, versorgt die Lehrenden zu Beginn des 5. Schuljahres mit Informationen darüber, wo jeder einzelne Lernende in seiner Leseentwicklung steht und wie sich die Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler insgesamt in der Klasse verteilen. Warum diese Informationen die Voraussetzung für einen kompetenzorientierten Unterricht sind, wird ausführlich begründet. Es wird gezeigt, wie im Lernstand 5 die Diagnostik, die den ersten Teil der Konzeption umfasst, mit einem didaktisch und methodisch aufgebauten Fördermaterial, das Sach- und literarische Texte umfasst, verknüpft ist, sodass kompetenzorientierter Leseförderunterricht möglich ist. Darüber hinaus wird vorgestellt, welche erprobten Vorschläge für Lehrende zur Umsetzung der Förderung in einem differenzierten Klassenunterricht gemacht werden. Zentraler Ausgangspunkt für die Gestaltung der Medien und Aufgabenstellungen für unterschiedliche Lernstufen ist ein Lernstandsstufenmodell, das sich an den Bildungsstandards der Primarstufe im Lesen der Kultusministerkonferenz orientiert. Ausführlich werden die didaktischen Überlegungen im Dreieck von Textmerkmalen, Lesermerkmalen und Normen und die sich daraus ergebenen Aufgaben und Textvorlagen der Fördermaterialien für verschiedene Kompetenz- bzw. Lernstufenstufen erläutert. Zum Schluss werden erste Rückmeldungen der Lehrerinnen und Lehrer zu dem Verfahren zitiert. Ein Ausblick zeigt auf, dass die Klärung der Wirksamkeit des Verfahrens noch eine Aufgabe für die Zukunft ist.

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